Der Papst in den USA
Vom 15. bis 20. April besuchte Papst Benedikt XVI. die Vereinigten Staaten von Amerika. Im Blick auf das Programm sprachen zahlreiche Beobachter bereits im Vorfeld von der bislang "politischsten" Reise Papst Benedikts XVI.
Höhepunkt der Apostolischen Reise waren die Rede des Kirchenoberhauptes vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York am Freitag, 18. April. Außerdem standen Begegnungen mit US-Präsident George Bush und ein Besuch am "Ground Zero" in New York auf dem Programm. Darüber hinaus kam es zu interreligiösen Begegnungen mit Vertretern des Judentums. Liturgische Höhepunkte waren zwei große Papstgottesdienste in den Stadien von Washington (17. April) und New York (20. April). (> Programm)
Wie der Papst in einer Fernsehbotschaft im Vorfeld der Reise betonte, woller er mit dieser Reise die Botschaft der christlichen Hoffnung zu Menschen unterschiedlicher Sprache, Rasse, Kultur und Sozialschicht bringen: "Die Welt braucht Hoffnung nötiger denn je: Hoffnung auf Frieden, auf Gerechtigkeit, auf Freiheit".
Das Zusammentreffen des Papstes mit dem amerikanischen Präsidenten George W. Bush im Weißen Haus am 16. April war das zweite Treffen dieser Art überhaupt werden. Bislang war nur Papst Johannes Paul II. im Jahr 1979 mit dem damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter in dessen Dienstsitz in Washington zusammengetroffen. Dieses Treffen stellte in vielerlei Hinsicht eine Sensation dar, da der Heilige Stuhl seit Mitte des 19. Jahrhunderts keine regulären diplomatischen Beziehungen zu den USA unterhielt. Unter Carter-Nachfolger Ronald Reagan wurden schließlich reguläre diplomatische Beziehungen aufgenommen. In der Ära George Bush senior Anfang der 90er Jahre trübte sich das diplomatische Verhältnis insbesondere aufgrund des ersten Irak-Krieges 1991 ein. Ihre Tiefpunkt erlebten die Beziehungen unter Bill Clinton insbesondere aufgrund seiner liberalen Politik bei Fragen der Abtreibung und des Lebensschutzes.
Das bislang letzte Treffen zwischen dem amtierenden Papst Benedikt XVI. und US-Präsident Bush liegt knapp ein Jahr zurück. Im Juni 2007 machte Bush junior im Rahmen eines Rom-Besuchs Station im Vatikan.













