Der Papst in Frankreich
Vom 12. bis 15. September besuchte Papst Benedikt XVI. Frankreich, das Land der "laicite". Anlass seiner Reise war das 150-Jahr-Jubiläum der Marienerscheinungen von Lourdes.
Bei seiner Ankunft in Paris am Freitag wurde Benedikt XVI. von Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Regierungschef Francois Fillon am Flughafen begrüßt. Mit Sarkozy war er anschließend zum Gedankenaustausch im Elyseepalast.
Am Nachmittag traf der Papst bei zwei getrennten Terminen mit Vertretern der jüdischen und der muslimischen Gemeinschaft Frankreichs zusammen. Papst Benedikt verurteilte in Paris jeglichen Antisemitismus. Im Namen der Kirche bekräftigte er eine Aussage von Pius XI.: "Geistlich sind wir alle Semiten". Abends kam es nach einer kurzen ökumenischen Begegnung und einem feierlichen Vespergottesdienst in der Kathedrale Notre Dame zu einer Begegnung mit Jugendlichen.
Nach Paris ist Lourdes der zweite Schwerpunkt des Papstbesuchs. Das 150-Jahr-Gedenken der Marienerscheinungen in Lourdes ist ja auch der eigentliche Anlass des Papstbesuchs. Am Samstagvormittag feierte der Papst auf dem Vorplatz des Invalidendoms die Heilige Messe, bei der 200.000 Gläubige kamen. Papst Benedikt XVI. rief Jugendliche auf, sich für Berufung zum Priester- oder Ordensleben zu öffnen. Am Nachmittag flog er nach Lourdes.
Lourdes bedeute eine "Botschaft der Bekehrung und der Hoffnung", sagte Papst Benedikt XVI. vor 200.000 Menschen beim Sonntagsgottesdienst auf der "Prairie" von Lourdes. Die Kirche in Frankreich lud der Papst zu einem neuen missionarischen Aufbruch ein; dabei erinnerte er an die großen Glaubensboten, die das Land Jahrhunderte hindurch hervorgebracht hat. An die vielen Jugendlichen, die nach Lourdes gekommen waren, appellierte Benedikt XVI., nach dem Vorbild Marias zur Einladung Gottes "Ja" vertrauensvoll zu sagen, sowohl zur Berufung zur Ehe als auch zur Berufung zum Priestertum oder zum Ordensleben. Die Messfeier mit dem Papst war der Höhepunkt der Feiern zum 150-Jahr-Gedenken der Marienerscheinungen in Lourdes. Mehr zum Gottesdienst.
Der Sonntag endet für den Papst mit dem Abschluss der eucharistischen Prozession, an der zahlreiche Kranke teilnehmen werden. Auch hier ist eine Ansprache vorgesehen. Beim strömendem Regen erinnerte Benedikt XVI. zum Abschluss der Lichterprozession daran, dass in dem Marienort in den Pyrenäen den Kranken, Armen und Kleinen "der erste Platz" eingeräumt wird. Der Papst: "In Lourdes leuchtet ein Licht der Hoffnung". Mehr dazu.
Gottesdienst mit Kranken
Am Montagvormittag feiert der Papst auf dem Vorplatz der Basilika Notre-Dame-du-Rosaire die Heilige Messe für die Kranken. Im Lauf dieser Messe wird der Papst, gleich nach der Predigt, zehn Leidenden die Krankensalbung erteilen. Mehr dazu.
Gegen Mittag trat Papst Benedikt XVI. vom Flughafen Tarbes-Lourdes aus die Rückreise nach Rom an.













