Sakrileg
Mittlerweile wurde sie auch im Fernsehen gezeigt: die umstrittene Verfilmung des Dan Brown-Bestsellers "The Da Vinci Code" ("Sakrileg") aus. Als der Film vor knapp zwei Jahren in die Kinos kam, waren es insbesondere die Kirchen, die zum Teil heftige Kritik äußerten.
Ausgelöst wurden diese Kritiken dabei maßgeblich durch den Autor Dan Brown selbst, der auf der ersten Seite des Romans behauptet: "Sämtliche in diesem Roman erwähnten Werke der Kunst und Architektur und alle Dokumente sind wirklichkeits- bzw. wahrheitsgetreu wiedergegeben."
Dagegen haben bereits zahlreiche Kunsthistoriker, Journalisten und Theologen deutlich gemacht, dass es sich bei den Thesen insbesondere rund um die angebliche Ehe zwischen Jesus von Nazareth und Maria Magdalena, die angebliche Entstehung der christologischen Verehrung erst unter Kaiser Konstantin sowie die angeblich dunklen Machenschaften des Opus Dei um reine Behauptungen ohne historisch belegbaren Hintergrund handle. Der Innsbrucker Theologe Jozef Niewiadomski sprach diesbezüglich von "blankem Unsinn".
Das alles tat dem Erfolg des Buches wie des Films freilich keinen Abbruch - im Gegenteil: Das Buch wurde bereits in über 40 Sprachen übersetzt und rund 50 Millionen Mal verkauft. Auch wenn der damalige Pulverdampf verzogen ist, so will dieses Dossier dennoch noch einmal an die Auseinandersetzung erinnern und die pointierten kirchlichen Stellungnahmen in Erinnerung rufen, mit denen damals auf Film und Buch reagiert wurde.










