Patriarch Bartholomaios I. in Österreich
Vom 12. bis 16. März besucht das Oberhaupt der Weltorthodoxie, der Ökumenische Patriarch Barholomaios I., Österreich. Höhepunkt seines Besuches wird die Verleihung des "Kardinal-König-Preises" der Stiftung "Communio et progressio" an ihn am Dienstagabend im Wiener Stephansdom sein. Weiterhin sind Zusammentreffen mit politischen Spitzenvertretern (darunter Bundespräsident Fischer, Bundeskanzler Gusenbauer und Aussenministerin Plassnik) vorgesehen, sowie eine Pilgerfahrt nach Mariazell (Details: Reiseprogramm).
Der Patriarch erhält den Preis, so heißt es im Begründungsschreiben, als "eine Persönlichkeit von europäischem Format, die in beeindruckender Weise wichtige Impulse zur christlichen Ökumene und zum Religionsfrieden im zusammenwachsenden Europa sowie beispielhafte ökologische Initiativen zur Bewahrung der Schöpfung gesetzt hat". Mit dem vor drei Jahren verstorbenen Kardinal Franz König verband ihn eine besonders herzliche Freundschaft.
Als Ökumenischer Patriarch mit Sitz in Istanbul ist Bartholomaios I. türkischer Staatsbürger. Er kann jedoch als kosmopolitischer Europäer angesehen werden, der über die Grenzen hinweg eine ökumenisch-einigende Kraft besitzt. So eint er nicht nur die orthodoxen Schwesternkirchen mit weltweit rund 300 Millionen Gläubigen, sondern steht auch ein für Fortschritte in der Ökumene mit der katholischen Kirche. Dem Patriarchat direkt unterstellt sind etwa 3,5 Millionen Gläubige in der Türkei, im Dodekanes, auf Kreta und in der Diaspora in Nord-/ Südamerika, Mittel-/ Westeuropa und Australien.
Die griechisch-orientalische Metropolis von Austria, der derzeit Erzbischof Michael Staikos als Metropolit von Österreich und Ungarn vorsteht, wurde im Jahr 1963 durch das Ökumenische Patriarchat errichtet. Die insgesamt rund 400.000 orthodoxen Gläubigen in Österreich teilen sich dabei auf 11 "Schwesternkirchen" auf (Siehe dazu: Orthodoxie in Österreich).
Auf der "Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung (EÖV3)" im September in Sibiu wird das Ökumenische Patriarchat durch Metropolit Staikos vertreten sein. Die "EÖV3" ist bewusst als "ökumenischer Pilgerweg" quer durch Europa gestaltet. Die erste Etappe fand im Jänner 2006 in Rom statt. Die zweite Etappe bildeten Begegnungen auf nationaler oder regionaler Ebene in der zweiten Jahreshälfte 2006, die in ganz Europa durchgeführt wurden. Die dritte Etappe fand vom 15. bis 18. Februar in der deutschen Luther-Stadt Wittenberg statt. Die vierte Etappe ist schließlich Sibiu. Dort sollen insbesondere orthodoxe Aspekte in den ökumenischen Prozess eingebracht werden.














