Website der Österr. Bischofskonferenz
Vorbereitungsbüro
Mariazell 2007
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Herbstvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz
Mit Sorge blicken die Österreichischen Bischöfe auf die derzeitige Entwicklung des politischen Gesprächsklimas in Österreich. Dies betonte Kardinal Christoph Schönborn gleich zu Beginn der Pressekonferenz im Anschluß an die diesjährige Herbstvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz, die vom 7. bis 9. November in Wien tagte. Die Bischöfe verbanden ihre Sorge zugleich mit der Hoffnung auf eine "Abrüstung der Worte" zur Verbesserung der Gesprächskultur. Demokratie, so der Kardinal, könne immer nur "faire politische Gegnerschaft, niemals aber Feindschaft" bedeuten.
Doch nicht nur aktuelle politische Fragestellungen standen auf dem dichten Programm der Bischöfe. So wurde weiterhin auch über den Papstbesuch im September kommenden Jahres beraten, den Kardinal Schönborn als "große Auszeichnung für Österreich" wertet. In einer neunmonatigen "großen Novene" sind die Gläubigen dazu aufgerufen, so Kardinal Schönborn, sich auf den Papstbesuch vorzubereiten. Materialien und weitere Informationen sind über http://www.mariazell2007.at/ erhältlich.
Auch rief die Bischofskonferenz ausdrücklich dazu auf, die Pfarrgemeinderatswahlen am 18. März kommenden Jahres wahrzunehmen, um als Christ dazu beizutragen, wie es im Motto heißt, "Lebensräume zu gestalten und Glaubensräume zu öffnen".
Den Auftakt der Herbstvollversammlung bildete ein Studientag zum Thema Islam. Hierzu hatte die Bischofskonferenz mit Christian Troll und Elisabeth Dörler zwei bekannte Experten zu Referaten eingeladen. Zur Sprache gekommen sei "sowohl Verbindendes wie auch Trennendes", so Schönborn. Man teile mit dem Islam die Anbetung des "alleinigen Gottes" und Schöpfers der Welt. Im Blick auf die Person Jesu Christi würden jedoch die Unterschiede sichtbar, insofern der Islam ablehne, "was die Herzmitte des christlichen Glaubens ausmacht": den Glauben an die Menschwerdung Gottes und die Erlösung durch Jesus Christus. Der Dialog müsse durch dieses theologisch Trennende hindurch "mit Freimut und Respekt" geführt werden, wie die Bischöfe betonen. Dies bedeute aber auch eine "bedingungslose Anerkennung des Prinzips der Gegenseitigkeit": "Was für Muslime in christlich geprägten Ländern gilt, muss auch für Christen in islamisch dominierten Ländern Gültigkeit haben."













