Nachdem die Ernennung Gerhard Maria Wagners zum neuen Linzer Weihbischof Ende Januar für erhebliche Proteste gesorgt hatte, bat der designierte Weihbischof am Sonntag, 15. Februar, um die Rücknahme seiner Ernennung. Der Heilige Stuhl hat dieser Bitte umgehend entsprochen - die schriftliche Bestätigung im "bollettino" folgte am 2. März
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"Angesichts der heftigen Kritik bin ich im Gebet und nach Rücksprache mit dem Diözesanbischof zu dem Entschluss gekommen, den Heiligen Vater um Rücknahme meiner Ernennung zum Weihbischof von Linz zu bitten."
Mit dieser knappen Erklärung, veröffentlicht am Sonntagabend, 15. Februar, machte der designierte Linzer Weihbischof Gerhard Maria Wagner dem seit zwei Wochen um seine Person schwelenden Streit unter den österreichischen Katholiken ein Ende. Die Ernennung Wagners Ende Januar hatte für zum Teil heftige Reaktionen und scharfe Kritiken sowohl an der Person Wagners als auch am Ernennungsverfahren und an der vatikanischen Entscheidung gesorgt.
Der als konservativ geltende Wagner, bislang Pfarrer von Windischgarsten, polarisierte insbesondere durch seine Aussagen über Naturkatastrophen als "Strafe Gottes", seine Einschätzung des Kinderbuch-Erfolges "Harry Potter" ("Da ist Satanismus am Werk") sowie über seine zuletzt in einem Interview geäußerte Haltung zur Homosexualität als "heilbarer Krankheit".
Kritik der Bischöfe
Mit seinem überraschenden Schritt reagierte Wagner nicht zuletzt auch auf die Kritik, die ihm von Seiten der Mitglieder der österreichischen Bischofskonferenz immer heftiger entgegenschlug. So hatte der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari im "ZiB2"-Interview erklärt, der designierte Weihbischof müsse künftig "die Kooperation mit seinem Bischof und uns Bischofskollegen" suchen. Im Blick auf die Äußerungen Wagners zum Thema Homosexualität mahnte Bischof Kapellari zu einem "differenzierten, intelligenten und einfühlsamen Umgang" mit dem Thema.
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Das erste Pressegespräch am 2. Februar in Linz: Bischof Ludwig Schwarz und Pfr. Gerhard M. Wagner
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In einem Interview für die Tageszeitung "Die Presse" vom 14. Februar betonte Kapellari darüber hinaus, dass es die Aufgabe eines Bischofs sei, unterschiedliche Kirchenflügel in der Balance zu halten und sie nicht zu spalten. Es handle sich bei Wagner um einen Weih- bzw. Hilfsbischof, "und die Rolle jedes Weihbischofs ist es, dem Diözesanbischof beizustehen und ihm nicht öffentliche Vorgaben zu machen". Das sei um so wichtiger in einer Diözese wie Linz, "von der wir wissen, dass sie seit langer Zeit zwei sehr ausgeprägte gegensätzliche Flügel hat". Es sei die Aufgabe eines Bischofs, diese beiden Flügel in eine hilfreiche Balance zu bringen, so Kapellari.
Noch deutlicher wurde der Eisenstädter Diözesanbischof Paul Iby: "Es ist für mich unerklärlich, welche Wege es genommen hat, dass ein Kandidat, der nicht die Zustimmung vieler hat, so an die Spitze gekommen ist", sagte er laut ORF Burgenland zum Auftakt der sogenannten Kontaktwoche im burgenländischen Pinkafeld am Freitagabend, 13. Februar.
Der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz äußerte sich in einer ersten Reaktion gegenüber "Kathpress" erleichtert über die Entscheidung Wagners. Der Rücktritt sei "im Interesse und zum Wohl der Diözese Linz" erfolgt, sagte Bischof Schwarz. Gegenüber dem ORF erklärte Schwarz: "Es ist eine neue Situation, die mit dieser Entscheidung ausgebrochen ist, und etwas leichter fühle ich mich auch".
| Dr. Jakob Cornides | 15.03.2009 19:07 | antworten | |
| Schlussfolgerung aus der ganzen Affäre: Mobbing gehört jetzt offenbar auch unter Klerikern zum akzeptablen Repertoire menschlicher Verhaltensweisen. Wodurch Hw. Wagner den Bischöfen Kapellari und Iby Anlass zu derartig undifferenzierter Kritik gegeben hat, ist mir unklar. Dass diese beiden Bischöfe sich in dieser Weise öffentlich äussern, ist aber jedenfalls ein schlimmer Missgriff. Diese beiden Mitrenträger scheinen für ihr Amt noch weniger geeignet als derjenige, auf den ihre Kritik zielt. |
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| Johannes Wächter | 19.03.2009 01:01 | antworten | |
| Sehr interessant: Auf der einen Seite "straft" man auf dieser Web Page das Internet Portal "kath.net" obzwar seines "schlechten journalistischen Stils" ab, und auf der anderen Seite kann man bei den Artikel über Pfarrer Wagner bemerken, dass Parolen der Hetzkampagne gegen ihn einfach übernommen wurden. z.B.: " Naturkatastrophen als "Strafe Gottes". So hat es Pfarrer Wagner nie gesagt, wer seinen Pfarrbrief wirklich gelesen hat, kann eigentlich nur zustimmen. Warum werden die Argumente der Feinde der Kirche hier übernommen? Traurig! |
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| tvarga | 14.03.2009 11:11 | antworten | |
| Es heisst richtig " causa linz und umgebung " ! | ||
| geheilt | 25.02.2009 17:05 | antworten | |
| ich bin geheilt ich bin ausgetretten | ||
| Skeptiker | 09.03.2009 15:03 | antworten | |
| Das HEIL ist nur in Jesus Christus. "Kommt her, die Ihr alle mühselig und beladen seid!" spricht Jesus. Wenn man Jesus ablehnt, verliert man vlt. den Anspruch an sich selbst, ein moralisch wertvolles Leben zu führen. Aber geheilt ist man nicht. Wovon auch... | ||
| Gerhard Gruber | 25.02.2009 03:03 | antworten | |
| Also, um den gezielten Leserbriefschreibern hier einmal eine andere Stimme entgegenzusetzen (ist das eine Kath-net oder Linzer Priesterkreis-Kampagne ...;-) ) möchte ich persönlich betonen, dass meine Gebete erhört wurden, den Schaden von der Kirche abzuwenden - und wieder ist es bestätigt: Gott hört Gebete; ob es um die Gesundheit einer Schülerin von mir geht oder um die Abwendung eines enormen Schadens durch die Fehlbesetzung eines Bischofsamtes (wahrscheinlich habe ich seinerzeit beim Krenn zu wenig gebetet - aber wer weiß, was nutzt´s - vielleicht war der Krenn notwendig um auch letztlich im Vatikan zu erkennen, dass ein Wagner als Bischof nur sinnlos Flurschaden anrichtet) - jedenfalls hoffe ich, dass nun die Kirche Gottes wieder ordentlich voranschreitet (und nicht retour) | ||
| geheilt | 25.02.2009 18:06 | antworten | |
| bete zu gott und alles schwulen werden pfarrer oder bischöfe und sind somit geheilt die schwulen vom pristerseminar werden es danken und allen die stange halten die geheilt wurden |
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| Gerhard | 24.02.2009 15:03 | antworten | |
| Ich habe richtiggehend gehört, wie dem österreichischen Episkopat die Steine heruntergefallen sind, da Herr Dr. Wagner bereit war, an den Papst ein Rücktrittsgesuch zu richten. Die Kirche in Österreich bevorzugt offensichtlich Bischöfe, die sich nicht nach dem Papst richten, sondern dem Motto huldigen „Was die Mehrheit sagt, gilt“. |
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| Raimund | 23.02.2009 14:02 | antworten | |
| Wem sollte ein Priester gehorsam sein? Ich meine dem Wort Gottes gegenüber! Nur scheint das Wort heute weder gefragt,noch gekannt, noch erforderlich zu sein. Wer von Menschen gesetzte Traditionen wichtiger hält als das Wort Jesu darf sich nicht wundern wenn solche Kalamitäten wuchern. Das Einzige was von der Kritik überbleibt ist:Über Krankheiten sollte man sich doch besser vorher mit einem Fachmann beraten,erst dann Kommentare abgeben.Der Geist Gottes weht wo er will und die von Menschen aufgebauten Schranken wird Er zu seiner Zeit zertrümmern. | ||
| Roland | 17.02.2009 08:08 | antworten | |
| Richtet nicht, damit nicht ihr gerichtet werdet.... Und schon gar nicht über einen Menschen, den ihr nicht persönlich kennt. Es ist eine Sauerei, wie sich die Menschen (auch Priester sind Menschen) vom Teufel instrumentalisieren lassen. Durch die Medien hat der Teufel ein "schnell wirkendes" Mittel, mit dem er viel Unheil anrichtet. Alle Priester haben bei ihrer Weihe Gehorsam gelobt. Jetzt wettern sie gegen eine Entscheidung des Papstes, die eigentlich von Gott kommt. Haben diese Herren noch nichts vom Dogma, der Unfehlbarkeit des Papstes gehört? Jetzt stellen sich diese Menschen mit den Menschen, die weltliche Politiker sein wollen, auf die selbe Stufe.... TRAURIG, TRAURIG....!!!! |
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| Andy | 19.02.2009 09:09 | antworten | |
| Natürlich sollten geweihte Priester ihr, bei der Weihe abgelegtes, Gehrsamsgelübde einhalten ! ABER das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes hat mit Entscheidungen bei Bischofernennungen rein gar nix zu tun !!!!! Einbissi sollte man sich schon auskennen in den Grundlagen des Glaubens der Heiligen Mutter Kirche ............... |
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| spidilein | 16.02.2009 14:02 | antworten | |
| dr.wagner hat als einziger Größe gezeigt.bei seinen mitbrüdern,die besser wisser habe ich wenig,ja gar keine liebe und brüderlichkeit bemerkt.ich war sehr traurig,wie dies alles ausgegangen ist.lernen uns die priester nicht von barmherzigkeit,verzeihen,lieben usw. sind das alles nur leere worte. ?ich würde bei herrn schönborn anfangen. |
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| Ferdinand | 23.02.2009 14:02 | antworten | |
| Herr Schönborn - Dr. Wagner? das atmet eindeutigen Geist! |
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| Elisabeth | 16.02.2009 13:01 | antworten | |
| Mit dem Rücktritt Wagners ist uns eine Menge Unannehmlichkeiten erspart geblieben! Dieses ständige Einfordern von Gehorsam gegenüber der kirchlichen Obrigkeit ist unerträglich! Wozu haben wir einen Verstand und ein Gewissen von Gott mitbekommen, wohl deshalb, um sie zu benützen! Je gehorsamer wir sind, desto mehr wird die Macht ausgenützt! | ||
| Peter | 16.02.2009 13:01 | antworten | |
| Mit der Rücknahme hat nun Gerhard Maria Wagner seinen Schritt gesetzt, jetzt bleibt nur abzuwarten, dass die "Gläubigen", die wegen "ihm" aus der Gemeinschaft unserer Kirche ausgetreten sind, auch wieder eintreten bzw. von ihrem Wiederrufungsrecht gebrauch machen. Aber wahrscheinlich war die Ernennung wie schon viele andere Gründe eine "Ausrede" dafür, endlich die "lästige" Kirchensteuer los zu werden? | ||
| karl rotter | 16.02.2009 12:12 | antworten | |
| Mein Eindruck ist die Gewissheit, dass romtreue Priester in Österreich keine Chance auf Akzeptant haben. Die Bischöfe sollten in sich gehen und sich fragen, ob sie überhaupt noch gewillt sind dem Papst Gehorsam zu leisten. Ein Rücktritt wäre für so manchen von ihnen angebracht. Karl Rotter | ||
| Josef Ilg | 16.02.2009 11:11 | antworten | |
| Pfarrer Wagner will loyal zu Papst und Kirche und ein guter Seelsorger sein. Das kann er jetzt unter Beweis stellen. Der erste Schritt nach vorn ist paradoxer Weise mit dem Rücktritt ist getan. Wieder einmal bewahrheitet sich: kein Fortschriftt ohne Rückschritt, keine Progression ohne Regression. |
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| Florian | 16.02.2009 19:07 | antworten | |
| Das hat Pfarer Wagner bis jetzt getan! | ||
| Erich | 16.02.2009 09:09 | antworten | |
| Bisher konnte ich mit dem Begriff: "Sünde wider den Hl. Geist" wenig anfangen. Nun weiss ich mehr. Wie anders kann man ein Einknicken vor dem Zeitgeist bezeichnen, wenn die Berufung durch den Hl. Geistes zurückgewiesen wird. |
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| severin | 16.02.2009 09:09 | antworten | |
| der heilige geist hat hier richtig gehandelt und pfarrer wagner zum umdenken gebracht! danke, danke! viel schaden wurde der heiligen katholischen kirche erspart! | ||










