Herbsttagung der österreichischen Ordensgemeinschaften vom 23. bis 25. November in Wien wurde mit Empfang bei Bundespräsident Heinz Fischer eröffnet - Derzeit gibt es in Österreich 85 männliche Ordensgemeinschaften mit insgesamt 1.520 Ordenspriestern und 470 Ordensbrüdern
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Wien (katholisch.at) Mit einem von Nuntius Peter Stephan Zurbriggen geleiteten Festgottesdienst in der Wiener Konzilsgedächtniskirche endete am 25. November der Ordenstag der österreichischen Ordensgemeinschaften. Vom 23. bis 25. November waren Vertreter der Ordensgemeinschaften in Wien zu ihrer heurigen Herbsttagung zusammengekommen, um über aktuelle Herausforderungen für die Orden zu diskutieren.
Höhepunkte der heurigen Herbsttagung waren neben dem Empfang bei Bundespräsident Heinz Fischer am Montag, 23. November, in der Hofburg der Festvortrag des emeritierten Wiener Weihbischofs Helmut Krätzl (s. unten). U.a. wurde die Hartmannschwester Theresia Sessing für ihre fast 30-jährige Tätigkeit als Generalsekretärin der "Vereinigung der Frauenorden Österreichs" geehrt.
In seiner Eröffnungsansprache brachte der Vorsitzende der Österreichischen Superiorenkonferenz, Propst Maximilian Fürnsinn, gleich zwei "heiße Eisen" gegenüber Bundespräsident Fischer zur Sprache: den Wunsch nach finanzieller Gleichbehandlung von Ordensspitälern mit öffentlichen Spitälern sowie den Wunsch nach Beseitigung eines Missstandes im Denkmalschutz, der die Kirche und Ordensgemeinschaften benachteilige: Derzeit müssen Kirche und Ordensgemeinschaften nämlich für die Erhaltung von Gotteshäusern und Klöstern mehr an Steuern bezahlen, als sie an staatlicher Subvention aus dem Denkmalschutzbudget erhalten.
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| Empfang bei Bundespräsident Fischer |
Der Bundespräsident wies in seiner Ansprache auf das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Staat und Kirche in Österreich hin. Die Zusammenarbeit und der Dialog auf allen Ebenen habe sich bewährt und alle Seiten würden davon profitieren. Fischer hob die spirituellen, sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Verdienste der Orden hervor. Die Arbeit, die beispielsweise in den Ordensspitälern und Ordensschulen geleistet wird, sei von unschätzbarem Wert für Österreich.
Anlass des Festakts in der Hofburg war das 50-Jahr-Jubiläum der "Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs". Der Einladung des Bundespräsidenten waren die Oberen der Österreichischen Männerorden wie auch der für die Orden in der Österreichischen Bischofskonferenz zuständige Bischof Ludwig Schwarz gefolgt.
Der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl erinnerte in seinem Festvortrag an den besonderen Stellenwert der Ordensgemeinschaften für die Verkündigung der Kirche. Ordensleute genießen ein hohes Maß an persönlicher Glaubwürdigkeit. Dies sei unerlässlich für glaubhafte Verkündigung. Zugleich wies Krätzl auf eine Reihe von Arbeitsfeldern hin, in denen Ordensleute heute besonders gefordert seien: etwa im Dienst an Armen und Ausgegrenzten. Gerade junge Menschen hätten hierfür ein Gespür, wie die Jugend-Aktion "72 Stunden ohne Kompromiss" immer wieder beweise. Auch die Präsenz der Orden in den Spitälern sei in höchstem Maß Verkündigung.
Die "Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs" war am 12. November 1959 mit Dekret der vatikanischen Ordenskongregation offiziell errichtet worden. Laut einer aktuellen Statistik der Superiorenkonferenz gibt es in Österreich derzeit 85 männliche Ordensgemeinschaften mit insgesamt 1.520 Ordenspriestern und 470 Ordensbrüdern. 35 Prozent aller Priester in Österreich gehören einem Orden an.
Vortrag von Weihbischof Helmut Krätzl » Vortrag herunterladen
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Teil 1
Teil 2 |
| JAA | 28.11.2009 11:11 | antworten | |
| Es überkommt einem jedesmal ein eigenartiges Gefühl, wenn ich die Worte „Zusammenarbeit“ oder „Verhältnis ZWISCHEN Staat und Kirche “ lese oder höre. Als ob das zu trennen wäre. Kirche sind WIR. Alle. Jede/r Einzelne. Wenn die Amtskirche als juristische Organisationseinheit gemeint ist, sollte dies auch unmissverständlich genannt werden, sonst ist das verwirrend. Der Herr Bundespräsident spricht – und das freut mich sehr - von SPIRITUELLEN Verdiensten. Schön! Diese beiden einfachen Worte sollte als Zitat des HBP in möglichst viele Winkel des Landes verbreitet werden. Dieses Zitat würde nämlich helfen, die einen oder anderen (vielleicht verlorenen geglaubten) fruchtbaren Böden zu erreichen, an denen sich die Verbreitung der Liebe Gottes nachweislich auszahlt (Verzeihung für den auch ökonomischen Begriff „auszahlt“, aber mir fällt gerade kein besserer ein ). Tausende Gebete werden täglich und über viele Jahre von Mönchen und anderen gesprochen, zum Wohle auch vieler österreichischer Staatsbürger, womit ja letztlich auch der Staat selbst profitiert. Aber nicht nur dem HBK gebührt vorab Dank, sondern sicher auch seiner Gattin, die ihre Fähigkeit zur „Mitschwester“ im ureigenen Sinn christlicher Nächstenliebe bereits unter Beweis gestellt hat, wie ich weiß. In Gottes Liebe, und mit der Hoffnung, das eine oder andere wohlgemeinte Wort hinterlassen zu haben, LG JAA |
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| JAA | 28.11.2009 11:11 | antworten | |
| ... bitte um Beachtung: Kleine Korrektur im letzten Absatz: HBP statt HBK. Sorry :-) | ||









