Mit Blick auf den Buchtitel "Urbi et Gorbi" bekräftigte Vogel die entscheidende Rolle von Johannes Paul II. und Michail Gorbatschow für die überwiegend friedliche Revolution. Der polnische Papst habe die Veränderungen "angestoßen", der damalige sowjetische Staatschef habe sie "geschehen lassen", so Vogel. Er lobte zudem die Rolle der Medien. Indem sie über die Ereignisse berichteten, hätten sie die "Wende" gleichsam "herbeigesendet".
Jauer sagte, er wolle in seinem Buch an Menschen wie Oskar Brüsewitz in der DDR, Lech Walesa und Jerzy Popieluszko in Polen, Csilla von Boeselager und Imre Kozma in Ungarn, Vaclav Maly in der Tschechoslowakei und Laszlo Tökes in Rumänien erinnern. Sie seien Beispiele für den Widerstand gegen die kommunistische Diktatur gewesen. "Sie waren so frei, Nein zu sagen", das habe sie von vielen ihrer Landsleute unterschieden. Johannes Paul II. habe nicht zum "Kreuzzug gegen den Kommunismus" aufgerufen, aber viele zur Freiheit im Denken ermutigt.
Ab 1966 war Jauer - dessen neues Buch im Freiburger "Herder"-Verlag erschienen ist - der erste westdeutsche TV-Journalist, der in der DDR Filmbeiträge drehen konnte. 1978 ging er als ZDF-Korrespondent nach Ostberlin, und von 1987 bis 1990 war er Sonderkorrespondent des Senders für Osteuropa.






