Neue "Missionsmappe" zur theologischen und praktischen Vertiefung des diözesanen Prozesses "Apostelgeschichte 2010" erschienen
Wien (KAP) Die Erzdiözese Wien verfolgt konsequent den diözesanen Dialog- und Missionsprozess "Apostelgeschichte 2010" weiter. Einen wichtigen Markstein vor der nächsten großen Diözesanversammlung vom 11. bis 13. März stellt die nun präsentierte Missionsmappe dar. Im Mittelpunkt der Mappe - sie trägt den Titel "Mission ist möglich" - stehen Anregungen und Vorschläge zur Durchführung eigener Missionsprojekte in Pfarren aber auch in Diskussionsrunden, öffentlichen Räumen und in Kirchen.
Die insgesamt 18 verschiedenen Missionsprojekte werden auf losen Blättern dargestellt, jedes Projekt enthält Erklärungen zu "Hintergrund", "Inhalt/Ziel" und "Gestaltung". Auch die Kontaktdaten der Pfarre beziehungsweise der Institution, die das Projekt bereits durchgeführt hat, sind angegeben. Alle Ideen sind bereits erprobt, von der "Offenen Kirche" über Straßenaktionen, "Stunden der Barmherzigkeit", "Talks über Gott und die Welt" in Cafes, Bars und Gasthäusern bis zur "Basisinfos Christentum".
In seinem Vorwort rückt der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn den historisch oftmals belasteten Missionsbegriff in ein neues Licht: "Am Beginn der Mission steht nicht das Glaubenswissen, nicht die wissenschaftliche Theologie, sondern im wahrsten Sinn des Wortes die Theologie - die Rede von Gott, den ich erfahren habe, der mir entgegengekommen ist, der mein Leben durchkreuzt hat, der sich mir zugewandt hat, der Ja zu mir gesagt hat, der mich liebt, mit mir eins sein will und mein Leben zum Besseren verändert". Mission basiere nicht auf auswendig gelernten Worten, sondern sie verdanke sich jenen Erfahrungen und Erschütterungen des Herzens, von denen man unmöglich schweigen könne, so Kardinal Schönborn.
In einer theologischen Heranführung an den Missionsbegriff erläutert in der Mappe die Wiener Pastoraltheologin Prof. Regina Polak die zentrale Bedeutung von Mission: Missionarisches Handeln sei eine unverzichtbare Dimension christlichen Glaubens. Im Mittelpunkt stehe dabei das jeweilige Lebenszeugnis, der diakonische Einsatz jedes einzelnen sowie schließlich die Teilhabe an Liturgie, Gebet und Kontemplation, so Polak. Ein moderner Missionsbegriff müsse sich in diskursiver Offenheit auch den Glaubenswahrheiten anderer Religionen stellen.
"Erfahrungs_weg"
Mit einem eigenen Behelf geleitet außerdem das Referat für Mission und Entwicklung der Erzdiözese Wien durch den Prozess "Apostelgeschichte 2010". Der Behelf will dazu beitragen, dass sich die Teilnehmer auf die kommenden großen Diözesanversammlungen intensiv vorbereiten und mit dem Thema Mission und Sendung auseinandersetzen, so Referatsleiter Franz Ferstl.
Der "Erfahrungs_weg" besteht aus acht einzelnen Foldern, die sich verschiedenen Schwerpunkten rund um das Thema Mission und Sendung widmen. Jeder Folder baut auf einer kurzen thematischen Einstimmung und einem entsprechenden Auszug aus dem Hirtenbrief von Kardinal Christoph Schönborn zum Prozess "Apostelgeschichte 2010" auf. Es folgen Vertiefungen anhand von Bibelzitaten und schließlich konkrete Diskussionsanregungen. Eine eigene Rubrik weitet den Blick schließlich auf die weltkirchliche Dimension.
Erhältlich sind die Missionsmappe sowie der Behelf bei der Materialstelle der Erzdiözese Wien (Stephansplatz 6, 1010 Wien; geöffnet Montag bis Donnerstag von 8 bis 16.30 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr) sowie unter der Telefonnummer 01/515.52.36.24 oder der E-Mail-Adresse materialstelle@edw.or.at






