Missionsprojekt "Apostelgeschichte 2010" der Erzdiözese Wien wird fortgesetzt - 1.500 Delegierte treffen sie vom 11. bis 13. März - Projektleiterin Geiger sieht hohe Erwartungshaltung nach erfolgreicher ersten Versammlung im Oktober 2009
Wien (KAP) Mit der zweiten großen Diözesanversammlung im Stephansdom setzt die Erzdiözese Wien Mitte März ihre große Dialog- und Missionsinitiative "Apostelgeschichte 2010" fort. Vom 11. bis 13. März beraten erneut rund 1.500 Delegierte darüber, was Christen dazu motiviert oder daran hindert, missionarisch zu wirken. Thematisch wird das dreitägige Treffen an die erste Diözesanversammlung im Oktober 2009 anschließen. Die Beschäftigung mit der Frage "Wie verkündigen wir?" soll zugleich Vorbereitung auf eine große "Missionswoche" in der Erzdiözese vom 24. bis 30. Mai sein. Jede Pfarre, Gemeinschaft und kirchliche Einrichtung ist eingeladen, in dieser Woche ein selbst entwickeltes Missionsprojekt zu verwirklichen. Die Erfahrungen daraus werden bei einer dritten Diözesanversammlung im Oktober Thema sein.
"Ermutigungen, Verbindendes und Trennendes sollen zur Sprache kommen", kündigt Projektleiterin Andrea Geiger im "Kathpress"-Gespräch an. Entscheidend für den Erfolg der zweiten Diözesanversammlung werde laut Geiger sein, ob es gelinge, jene "Aufbruchstimmung" erneut spürbar zu machen, die nach der ersten Versammlung im Oktober die Teilnehmer und in der Folge zahlreiche Pfarren der Erzdiözese Wien ergriffen habe. Geiger berichtet etwa von zwei Weinviertler Pfarren, die im Anschluss an die Diözesanversammlung eigene Pfarrversammlungen mit hunderten Menschen organisiert hätten. Geiger: "So wehte ein ganz frischer Wind durch die Pfarren."
Organisatorisch habe man nicht viel gegenüber der ersten Versammlung geändert, so Geiger weiter. Gestiegen sei gerade unter den Organisatoren allerdings die Nervosität: "Herrschte im Vorfeld der ersten Diözesanversammlung große Skepsis, so belastet uns nun die hohe Erwartungshaltung", erklärt Geiger.
"Mission konkret"
Eröffnet wird die Diözesanversammlung am Donnerstag, 11. März, um 16 Uhr im Stephansdom mit einem Rückblick auf die erste Versammlung und einem Impulsreferat von Kardinal Christoph Schönborn unter dem Titel "Vom Wendepunkt der Hoffnung". Danach berichten Delegierte im Gespräch mit der Pastoraltheologin Regina Polak über ihre Erfahrungen in der Verkündigung.
Einen weiteren Höhepunkt bildet am Donnerstagabend ab 19.30 Uhr eine "Talkrunde" im Stephansdom über das "Reizwort Mission". Zur Frage "Wer überzeugt wen, warum und wie?" diskutieren unter der Leitung des Pfarrers und Hochschulseelsorgers Helmut Schüller die Meinungsforscherin Sophie Karmasin, "Ö3"-Chef Georg Spatt, der Unternehmer Heini Staudinger, die Moraltheologin Prof. Siegrid Müller, die Direktorin Sr. Beatrix Mayrhofer vom Wiener Schulzentrum Friesgasse und der Strategie-Berater Frank Boos.
35 verschiedene Workshops zum Austausch unter den Delegierten und der Erarbeitung konkreter Missionsideen bestimmen den zweiten Tag der Diözesanversammlung. Zu Beginn referiert Freitagfrüh der Berliner Religionspädagoge Markus Gehlen über das Thema "Steh auf und geh hinunter" vor dem Plenum. Dem Vortrag folgen drei Beispiele konkreter und erfolgreicher pfarrlicher Missionstätigkeit aus Salzburg, Kremsmünster und Düsseldorf. Anschließend erörtern die Delegierten in Gesprächsgruppen die Frage: "Was fördert (mich) - heute - zu verkünden?" Den Abschluss des Tages bilden schließlich ab 19.45 Uhr die Workshops unter dem Titel "Mission konkret".
Der dritte und letzte Tag der Versammlung beginnt am Samstag um 9 Uhr mit einem Impuls von Kardinal Schönborn ("Über das Glück der Stunde oder wie ich anfing missionarisch zu sein"). Danach folgt erneut ein Austausch im Plenum sowie ein Bericht der beiden geladenen Prozessbeobachter, die wie schon bei der ersten Diözesanversammlung die Beratungen beobachten und analysieren werden. Abgeschlossen wird die Versammlung mit einem gemeinsamen Sendungsgottesdienst im Stephansdom um 11.45 Uhr und einer anschließenden Agape im Innenhof des Erzbischöflichen Palais. (Informationen: Internet: www.apg2010.at).






