Am 2. Mai wird auch Papst Benedikt XVI. als Pilger in Turin erwartet
Vatikanstadt, 25.03.2010 (KAP) Gut zwei Wochen vor Beginn der Ausstellung des Turiner Grabtuches haben sich bereits rund 1,3 Millionen Besucher bei der norditalienischen Erzdiözese Turin angemeldet; insgesamt werden zwischen 1,5 und 1,8 Millionen Pilger erwartet. Der weitaus größte Teil der Anmeldungen komme mit 93 Prozent aus Italien, teilte der Generaldirektor des Grabtuchkomitees, Maurizio Baradello, am Donnerstag in einer Pressekonferenz im Vatikan mit. Nach zehn Jahren ist das Turiner Grabtuch, das von Gläubigen als Grabtuch Jesu verehrt wird, vom 10. April bis 23. Mai erstmals wieder öffentlich zu sehen. Am 2. Mai wird auch Papst Benedikt XVI. als Pilger in Turin erwartet. Die meisten Besucher kommen nach Angaben Baradellos aus den nord- und mittelitalienischen Regionen Lombardien, Venetien und Ligurien sowie aus der Toskana und Latium. Unter den ausländischen Gästen werden Franzosen, Deutsche und Spanier die größten Gruppen darstellen. Aus den Vereinigten Staaten haben sich bislang 8.000, aus Russland 6.000 Pilger angemeldet. Um den Besucherandrang zu bewältigen, werden mehr als 4.000 freiwillige Helfer eingesetzt. Der Turiner Kardinal Severino Poletto wies darauf hin, dass der Besuch der Ausstellung in Turin kein religiöser Tourismus, sondern eine geistliche Initiative sei. Das Grabtuch gehöre zwar nicht zu den Grundlagen des christlichen Glaubens, biete aber eine Hilfe für Gebet und Meditation, sagte Poletto. Zugleich hob er hervor, dass es keine "mathematische Gewissheit" gebe, ob es sich tatsächlich um das Leinen Jesu handele. Fest stehe allerdings, dass es sich um ein Grabtuch und nicht um eine nachträgliche Imitation handele, so der Kardinal. Pilger aus dem deutschen Sprachraum können sich online oder telefonisch anmelden. Informationen in deutsch sind über die Internetseite www.sindone.org abrufbar.






