Vatikanstadt (KAP) Papst Benedikt XVI. hat erneut zu internationaler Hilfe und zum Gebet für das vom Erdbeben verwüstete Haiti aufgerufen. Bei seinem Angelus-Gebet am Sonntag beklagte er die vielen Opfer der Katastrophe. Benedikt XVI. erwähnte insbesondere den Tod des Erzbischofs von Port-au-Prince, Serge Miot, und vieler weiterer Priester, Seminaristen und Ordensleute. Der Papst bat um das Gebet für die Verwundeten, die Obdachlosen und für alle, die auf so tragische Weise ihr Leben verloren hätten.
Über den Apostolischen Nuntius in Haiti verfolge er die Lage unmittelbar, sagte Benedikt XVI und ermutigte die Helfer der karitativen Organisationen in ihrer Arbeit.
Auch in seinem anschließenden Grußwort in deutscher Sprache verwies der Papst auf das Erdbeben-Drama. Die traurigen Ereignissen dieser Tage in Haiti und vielen anderen Ländern der Erde machten deutlich, dass die Menschen allein diese Welt nicht gut machen könnten. "Empfehlen wir Gott die Opfer der Erdbebenkatastrophe, und helfen wir selbst nach Kräften mit", sagte Benedikt XVI.
Mehr Schutz für Migrantenkinder
Anlässlich des Welttags der Migranten hat der Papst beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz auch das Schicksal von Kindern und minderjährigen Flüchtlingen hervorgehoben. Gleich welcher Nationalität und Hautfarbe, müssten sie stets als Person und Ebenbild Gottes betrachtet und gegen alle Ausgrenzung und Ausbeutung verteidigt werden, betonte Benedikt XVI.
Auch Kinder und Minderjährige, die im Ausland lebten, hätten Anspruch auf rechtlichen Schutz und Begleitung inmitten ihrer zahlreichen Probleme, unterstrich der Papst. Er rief vor allem die christlichen Gemeinden und Organisationen auf, sich der jungen Flüchtlinge anzunehmen und sich für deren Erziehung und Ausbildung einzusetzen.
Bei der Papstaudienz an dem in Italien mit zahlreichen Initiativen begangenen Migrantentag waren zahlreiche Gruppen ausländischer Mitbürger anwesend. Benedikt XVI. richtete einen besonderen Gruß an die verschiedenen ethnischen Gruppen, die mit ihren Nationalfahnen in den Vatikan gekommen waren.






