Insgesamt gibt die Caritas mit Zelten oder anderen Notunterkünften 200.000 Opfern des Erdbebens ein Dach über dem Kopf
Graz-Port-au-Prince (KAP) Rund 1,2 Millionen Menschen in Haiti brauchen nach dem verheerenden Erdbeben im Jänner nun dringend eine Notunterkunft für die anstehende Regenzeit. Aus diesem Grund verteilt die Caritas in den nächsten Tagen mit Spenden aus Österreich rund 5.000 regensichere Familienzelte. Insgesamt gibt die Caritas mit Zelten oder anderen Notunterkünften rund 200.000 Opfern des Erdbebens ein Dach über dem Kopf, wie Caritas-Mitarbeiter Andreas Lexer am Dienstag aus Haiti berichtete.
Bisher seien viele Menschen noch in notdürftigen Behausungen untergebracht, die nur aus mit Tüchern bespannten Holzpflöcken bestehen. Viele davon stünden in Camps, die auf jeder freien Fläche in der Hauptstadt Port-au-Prince gewachsen sind. Verschiedene Hilfsorganisationen setzten derweil vermehrt auch auf sogenannte "Shelter Kits" - Plastikplanen und Schnüre - um die Behausungen besser gegen starken Regen zu schützen. Bis zum 1. Mai sollte jede der 250.000 obdachlosen Familien zumindest ein solches Kit erhalten haben, so Lexer. Kirche im Heiligen Land bringt Fastenopfer für Haiti Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Fouad Twal, hat seine Gläubigen zu einem Fastenopfer für Haiti aufgerufen. Wie die Kirche im Heiligen Land seit jeher von der Hilfe anderer Christen profitiere, müsse sie jetzt auch den Erdbebenopfern ihre Solidarität "in Tat und Wahrheit" zeigen, begründete Twal den Appell in seinem am Dienstag veröffentlichten Fastenhirtenbrief. Als Termin für die Sammlung ist der vierte Fastensonntag (14. März) festgesetzt.






