Wien, 21.12.2009 (KAP) Heftige Kritik am Ausgang des Weltklimagipfels in Kopenhagen kommt jetzt auch von Pax Christi Österreich. Die Ergebnisse seien zutiefst enttäuschend, heißt es in einer Presseaussendung der katholische Friedensbewegung vom Montag. Statt einer mutigen und weitreichenden, rechtlich verbindlichen und international überprüfbaren Vereinbarung der Staaten, Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren und die armen Länder finanziell zu unterstützen, sei bloß eine vage Absichtserklärung verabschiedet worden, die von der Konferenz lediglich zur Kenntnis genommen wurde, kritisiert Pax Christi. Als Friedensbewegung weist Pax Christi Österreich vor allem auch auf den engen Zusammenhang zwischen ökologischer Verantwortung und Weltfrieden hin und zitiert aus der Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum Weltfriedenstag am 1. Jänner 2010. Darin spricht der Papst u.a. das wachsende Phänomen der unzähligen "Umweltflüchtlinge" an und weist auf die "schon bestehenden und die drohenden Konflikte um den Zugang zu den natürlichen Ressourcen" hin. Benedikt XVI. ruft zur Solidarität zwischen den hoch industrialisierten Staaten und den armen Ländern dieser Erde auf, aber auch zu einer aufrichtigen, die "Generationen übergreifenden Solidarität". Pax Christi fordert die internationale Staatengemeinschaft auf, "nach dem enttäuschenden Ergebnis von Kopenhagen mit umso größerem Nachdruck an einer zukunftsfähigen, am Gemeinwohl orientierten und rechtlich verbindlichen Übereinkunft zum Schutz von Mitwelt und Menschen zu arbeiten".






