Jerusalem, 18.5.09 (KAP) Der israelische Staatspräsident Shimon Peres hat die Pilgerreise Papst Benedikts XVI. als einen "bedeutenden Beitrag für die neuen Beziehungen" zwischen Israel und dem Vatikan sowie als tiefen Ausdruck des "dauerhaften Dialogs zwischen dem jüdischen Volk und hunderten Millionen gläubiger Christen in aller Welt" gewertet. Der Papst habe eine Botschaft von Frieden, Hoffnung und Verständnis gebracht, er baue Brücken gegenseitigen Respekts zwischen den Nationen.
Zugleich mahnte Peres dazu, alles zu tun, damit die Religion nicht zu terroristischen Zwecken missbraucht werde. Alle religiösen Führer stünden vor der großen Herausforderung, Religion vom Terrorismus zu trennen. Das Bekenntnis "zu einem Gott des Lebens und des Respekts vor dem Leben" sei allen großen monotheistischen Religionen gemeinsam. Man müsse jenen "feigen Fanatikern" entgegentreten, die ein "verzerrtes Bild Gottes" verbreiten, das sogar zu Mord und Terror ermutige.
Beim Abschied des Papstes hatte Peres auf dem Ben-Gurion-Flughafen besonders den Besuch Benedikts XVI. in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hervorgehoben. Besonders wichtig sei gewesen, dass der Papst sich deutlich gegen jedes Vergessen und Leugnen des Holocausts sowie für den Kampf gegen den Antisemitismus ausgesprochen habe. "Das hat unsere Herzen und unseren Verstand berührt", so Peres.






