Wien, 16.2.09 (KAP) Mit seinem Rücktritt habe der designierte Weihbischofs Gerhard Wagner den Weg zu einem "Neuanfang" in der Diözese Linz geebnet. Das betonte der Linzer Bischof Ludwig Schwarz im Gespräch mit "Kathpress" im Anschluss an die Sondersitzung der österreichischen Bischofskonferenz am Montag in Wien.
Der Entscheidung Wagners begegne er "mit großem Respekt", so Schwarz. Es sei eine "mutige Entscheidung zum Wohl der Einheit unserer Diözese" gewesen. Zugleich sei ihm wichtig zu betonen, dass es in der Causa "keine Sieger und keine Verlierer" gibt. Vielmehr habe die Entscheidung Wagners den Weg frei gemacht, "neu und mit Kraft für die Einheit der Diözese zu arbeiten". Es gelte "mit aller Macht eine Spaltung der Diözese zu verhindern", so Schwarz.
Konkrete Schritte zu dieser Einheit wollte Bischof Schwarz noch nicht benennen: "Nach der Aufregung der letzten Wochen ist es wichtig, wieder zur Ruhe zu kommen und in Ruhe die nächsten Schritte abzuwägen". Dazu werde er nun das intensive Gespräch mit den einzelnen diözesanen Gremien suchen, sagte Schwarz.
Weiters betonte der Bischof, dass er in absehbarer Zeit erneut um einen Weihbischof in Rom ansuchen werde. Er werde "alles daran setzen, dass diese Entscheidung zum Wohl der Einheit der gesamten Diözese ausfallen wird", betonte Schwarz.
Gerhard Wagner wird weiterhin Pfarrer von Windischgarsten bleiben. Dennoch werde er mit ihm in "engem Kontakt und Gespräch" bleiben, so Schwarz. Darüber hinaus würde er es "begrüßen, wenn er in Zukunft auch in anderen Gremien der Diözese aktiv mitarbeiten würde", wünschte sich der Linzer Bischof.
O-Töne des Gesprächs mit Bischof Ludwig Schwarz können in Kürze unter www.katholisch.at/o-toene abgerufen werden.






