"Linz ist eine sehr lebendige Diözese, es sind alle Strömungen da"
Wien, 21.2.09 (KAP) Einen "Dialog für Oberösterreich" nach dem Vorbild des kirchlichen "Dialogs für Österreich" hat die Vorsitzende der Katholischen Aktion (KA) der Diözese Linz, Margit Hauft, am Samstag im ORF-"Mittagsjournal" vorgeschlagen. Linz sei "eine sehr lebendige Diözese - es sind alle Strömungen da", so Hauft. Es gehe jetzt darum, dass sich die Repräsentanten der verschiedenen Strömungen "wieder zusammensetzen". Sie selbst habe den "Dialog für Österreich" mit der Salzburger Delegiertenversammlung 1998 "sehr positiv" erlebt, sagte Hauft.
Die KA-Vorsitzende nannte das Krisenmanagement von Kardinal Christoph Schönborns nach der Ernennung von Pfarrer Gerhard Wagner zum Weihbischof den "Beginn eines Weges in eine Richtung, in der es weitergehen soll". Beeindruckend sei für sie gewesen, dass der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz "Bezug genommen hat auf frühere Fehler". Er habe zum Ausdruck gebracht, dass es diesmal "nicht so ablaufen" solle wie bei früheren Krisen in der katholischen Kirche in Österreich.
Dass Gerhard Wagner schließlich die Entscheidung zum Rückzug getroffen habe, sei ihm "sicher nicht leicht gefallen", so Hauft. Es habe dem Vernehmen nach eine Beratung mit den Bischöfen gegeben, "aber letztlich war es doch seine Entscheidung". "Ich schätze an Wagner, dass er erkannt hat, wie es nicht gehen wird", erklärte die KA-Vorsitzende der Diözese Linz.
Hauft sprach sich im ORF-"Mittagsjournal" auch neuerlich für eine Weiterführung der Diskussion um die Änderung der Weihezulassungskriterien aus. Eine "Weitung der kirchlichen Ämter" sei notwendig. Wichtig wäre für sie die Zulassung von Frauen zur Diakonenweihe und von "erprobten verheirateten Männern" (viri probati) zur Priesterweihe.






